Mathematik
Zentral = gleich? Zur Vergleichbarkeit und Stabilität des Zentralabiturs im Fach Mathematik
Mathematisches Kolloquium im Sommersemester 2026
Wann?
08. Juli 2026, 17:15-19:00
Wo?
Hörsaal der Kernphysik
S2|14 24
Schlossgartenstr. 9
64289 Darmstadt
Veranstalter
FB Mathematik
Kontakt
Dr. Kinga Szücs, Universität Erfurt
In den vergangenen Jahrzehnten hat der Mathematikunterricht in Deutschland einen erheblichen Wandel durchlaufen. Dabei wurde Mathematik - beeinflusst von politischen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Faktoren - unter teils sehr unterschiedlichen Bedingungen in den ost- und westdeutschen Bundesländern unterrichtet. Im Fokus der Veränderungen steht bis heute die Bestrebung, die Anforderungen zu vereinheitlichen, die Vergleichbarkeit der Abschlüsse zu gewährleisten und eine Leistungsverbesserung der Lernenden herbeizuführen. Dennoch haben zahlreiche repräsentative Leistungsstudien aus den vergangenen Jahrzehnten gezeigt, dass die Ziele des Mathematikunterrichts in der Sekundarstufe II nur teilweise erreicht werden. Außerdem wurden erhebliche Leistungsunterschiede zwischen Lernenden aus unterschiedlichen Bundesländern festgestellt. In diesem Kontext ist zu fragen, ob das Zentralabitur in Mathematik für die Lernenden unterschiedlicher Bundesländer tatsächlich die gleichen oder zumindest ähnliche Anforderungen darstellt. Um diese Frage zu beantworten, wurde eine Studie durchgeführt, die den Stellenwert des Argumentierens in Abiturprüfungsaufgaben der letzten vier Jahrzehnte in zwei Bundesländern - Thüringen und Bayern - untersuchte. Die Befunde dieser Untersuchung werden im Rahmen des Vortrags präsentiert und im Hinblick auf bildungspolitische Maßnahmen erörtert.
Tags
Mathematisches Kolloquium, Mathematik, Numerik, Didaktik