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Professoren:
Klaus Keimel;
Ulrich Kohlenbach;
Martin Otto;
Thomas Streicher;
Martin Ziegler;
Apl. Professoren:
Christian Herrmann;
Thomas Ihringer
Emeritierte und entpflichtete Professoren:
Peter Burmeister;
Rudolf Wille
Die Arbeitsgruppe repräsentiert die
Mathematische Logik
als angewandte
Grundlagendisziplin zwischen Mathematik und Informatik.
Die Forschungsaktivitäten konzentrieren sich auf die Anwendungen
beweistheoretischer, rekursionstheoretischer, kategorieller,
algebraischer und modelltheoretischer Methoden der Logik in Mathematik und
Informatik.
Neben der klassischen Mathematischen Logik (Beweistheorie,
Rekursionstheorie, Modelltheorie) spielen hier
konstruktive und kategorielle Logik, Funktional- und
Realisierbarkeitsinterpretationen, allgemeine Algebra, Domaintheorie,
Verbandstheorie, endliche Modelltheorie und algorithmische Fragestellungen
eine wesentliche Rolle.
Innermathematische Anwendungen der Beweis- und
Rekursionstheorie (Kohlenbach)
betreffen die Extraktion neuer Informationen aus Beweisen in Algebra,
Funktionalanalysis, hyperbolischer Geometrie und numerischer Mathematik
(Proof Mining). Dabei geht es sowohl um qualitative Aspekte (etwa die
Unabhängigkeit von Existenzaussagen von gewissen Parametern) wie auch
quantitative Aspekte der Berechenbarkeit und Komplexität von Lösungen
(Extraktion von Algorithmen und Schranken aus Beweisen, exakte reelle
Arithmetik, "computational mathematics":
Kohlenbach, Streicher,
Ziegler).
Modelltheoretische Methoden
(Herrmann,
Otto)
haben innermathematische
Anknüpfungen in der Algebra und diskreten Mathematik
(Ihringer).
Hinsichtlich der Logik in der Informatik und den mathematischen
Grundlagen der Informatik stehen Aspekte der Semantik im Vordergrund.
Darunter fällt einerseits die mathematische Grundlegung der Semantik
und Logik von Programmiersprachen
(Keimel, Streicher);
andererseits
die Analyse von Logiken von formalen Systemen im Sinne der modelltheoretischen
Semantik, d.h. Untersuchungen zur Ausdruckstärke und Definierbarkeit,
besonders auch unter algorithmischen Gesichtspunkten (algorithmische
Modelltheorie, endliche Modelltheorie:
Otto).
Komplexität wird untersucht vom Blickwinkel
funktionaler Programme aus
(Implicit Computational Complexity:
Kohlenbach),
im deskriptiven Sinne
(Otto)
sowie ressourcen-orientiert und strukturell (Laufzeit, Speicherplatz,
informationstheoretisch und topologisch:
Ziegler).
Neben speziellen Anwendungsfeldern in der Informatik, wie etwa Verifikation,
Datenbanken und Wissensrepräsentation, werden Grundlagenfragen im Bereich der
Berechenbarkeit und Komplexität, sowie der Typentheorie und Kategorientheorie
bearbeitet.
Insgesamt bildet die Arbeitsgruppe einen international stark vernetzten
Forschungsknoten, der sich durch die starke Betonung der vielfältigen
Außenbeziehungen auszeichnet. Dies betrifft die Beziehungen sowohl zu anderen
Bereichen der Mathematik als auch zur Informatik im internationalen
Logic in Computer Science Spektrum.
Forschungsgruppe Begriffsanalyse:
Auf der Grundlage der Ordnungs- und Verbandstheorie wird in der
Forschungsgruppe der früheren AG1 (Allgemeine Algebra und diskrete Mathematik)
vornehmlich die angewandte Seite der Formalen Begriffsanalyse mit
einem Forschungsprogramm zu graphischen Logiksystemen in der Begrifflichen
Wissensverarbeiteng verfolgt
(Burmeister,
Wille). Dieses Engagement wird
in Kooperation mit dem
ErnstSchröderZentrum für Begriffliche Wissensverarbeitung
weiterbetrieben.
Kooperationen/Projekte
EU-Working Group APPSEM II (APPLIED SEMANTICS)
CCA (Computability and Complexity in Analysis)
MAP (Mathematics, Algorithms and Proofs)
Algorithmische Modelltheorie (Aachen/Berlin/Freiburg/Mainz/Marburg)
EPSRC project: Algorithmic Model Theory for Specific Domains (Otto)
ErnstSchröderZentrum, NaviCon
Martin Otto
Last modified: Fri May 21 09:40:48 CEST 2004
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